"Spielen ist die höchste Form des Forschens." Albert Einstein
„Erkläre mir und ich vergesse. Zeige mir und ich erinnere. Lass es mich tun und ich verstehe.“ Konfuzius
Spielmobilarbeit ist Teil der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, mit einer Parteilichkeit für Kinder und Jugendliche aller Nationalitäten und schützt insbesondere ihr Recht auf Spiel und Bewegung. Dabei folgt sie den vier Arbeitsprinzipien Offener Kinder- und Jugendarbeit:
Offenheit gegenüber allen, die kommen und den Themen, die sie mitbringen sowie der Zielsetzung, die sich daraus ergibt.
Freiwilligkeit der Teilnahme, um Motivation, Selbstbestimmung und das Erkennen eigener Bedürfnisse zu ermöglichen.
Partizipation der Teilnehmenden, um Themen, Inhalte und Methoden des Angebots aktiv mit zu gestalten und damit auch Selbstwirksamkeit zu erfahren.
Lebensweltorientierung bedeutet Erfahrungen und Sichtweisen der Kinder auf sich und ihre Umwelt wahr und ernst zu nehmen, um ihre Interessen und Bedürfnisse sichtbar zu machen. Sozialraumorientierung bedeutet das räumliche Umfeld in die Arbeit mit einzubeziehen und sich mit anderen Akteuren relevanter Institutionen auszutauschen.
Insbesondere in den ersten elf Lebensjahren brauchen Kinder vielfältige herausfordernde, wagnisbesetzte und offene Bewegungshandlungen wie Klettern, Steigen, Balancieren, Springen, Schwingen, Schaukeln etc. Stürze sind auf ungenügende Körper- und Bewegungserfahrungen zurückzuführen, insbesondere mangels eines ausgeprägten Gleichgewichtssinns. Zusammenstöße basieren auf geringem Reaktionsvermögen und der Unfähigkeit, eigene Bewegungen mit denen anderer zu koordinieren.
Spielmobilarbeit setzt hier bei den Ressourcen der Kinder an:
Kinder verfügen über eine natürliche Neugier, sich an neue, auch unberechenbare, Herausforderungen heranzutasten. Sie nutzen Bewegung und Spiel als Zugang zu ihrer Welt.
Im Spiel in geschütztem Rahmen üben sich Kinder in „Als-ob-Situationen“, um sich in ihrem sozialen Umfeld zu erproben und schließlich zurechtzufinden.
Kinder haben ein sehr gutes Gefühl dafür, was sie sich zutrauen können und was nicht. Dazu bedarf es Bewegungsanlässen und das Zutrauen des Erwachsenen.
In der Gruppe lernen Kinder Regeln zu akzeptieren, sind Konflikten ausgesetzt, lernen sich in andere hineinzuversetzen und deren Wünsche und Meinungen zu respektieren. Gemeinsames Spielen und Bewegung fördert die emotionale und soziale Gesundheit.
Durch viel und vielseitiges Üben steigern Kinder nicht nur ihr Fertigkeitsniveau, sondern auch ihre Bewegungssicherheit und Handlungsfähigkeit, auch im feinmotorischen Bereich.
Durch Bewegung machen sie Erfahrungen über sich selbst und lernen ihre Fähigkeiten kennen, sich selbst einzuschätzen. Sie entwickeln somit wichtige Voraussetzungen, um aufrecht, sicher und gesund durch das Leben zu gehen. Die Körperwahrnehmung wird geschult, insbesondere aus eigenen Erkenntnissen und dem Zutrauen in die eigenen körperlich-motorischen Fähigkeiten und durch erlebte Erfahrungen.
Erfahrungen, Erfolg und Misserfolg gleichermaßen sind notwendig für den gesamten Entwicklungsverlauf eines Kindes.
Wer lernt, mit unsicheren Situationen umzugehen, gewinnt Sicherheit.
Das Spielmobil bietet Spielräume, es regt zu neuen Spielideen an, fördert aktiv die Beteiligung von Kindern und bietet Platz für Phantasie, Kreativität und Bewegung.
Zwei festangestellte Pädagogen*innen organisieren und koordinieren die Arbeit des Spielmobils mit 1,5 Stellen. Seit dem 01.11.2015 ist dem Bereich eine Stelle im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes zur Bewältigung nicht-pädagogischer Zuarbeiten zugeordnet. Je nach Bedarf werden die Fachkräfte an den Standorten von Honorarkräften unterstützt, die beispielsweise aus der jährlich stattfindenden Juleica-Schulung oder aus einschlägigen Studiengängen gewonnen werden.
Geplant ist außerdem, ehrenamtliche Mitarbeiter, die zur Übernahme von Vorlesepatenschaften oder zur Weitergabe ihres Wissens im handwerklichen oder künstlerischen Bereich bereit sind, in die Arbeit einzubinden. Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit haben, melden Sie sich doch bei uns. Wir freuen wir uns Sie kennen zu lernen.
MARTIN ZICKEL - Dipl. Sozialpädagoge, Natur- und Wildnispädagoge und Deeskalationstrainer.
JULIA URBAN - Dipl. Sozialpädagogin und Medienpädagogin.
MONA KOCH - Bundesfreiwilligendienst